Lippe | Foto: Hans Blossey

Klimaschutz

Klimaschutz

Klimaschutz im Kreis Unna

Wenn es darum geht, unser Klima zu schützen, können viele zusammen Großes bewirken.

Seit mehr als 20 Jahren bindet der Kreis Unna die Bürgerinnen und Bürger in den Klimaschutz ein und hat daraus vielfältige Initiativen entwickelt. Durch Ausrufen des Klimanotstandes in 2019 wurden neue Impulse für weitere Aktivitäten gesetzt.

In einem ersten Schritt werden klimapolitische Leitlinien (PDF) entwickelt, die dann in ein Klimaschutzkonzept münden.

Systematischer Klimaschutz in der Region 

Der Kreistag hat beschlossen, ein Klimaschutzkonzept für den Kreis Unna zu erstellen und eine Klimaschutzmanagerin einzustellen.

Energiewende und Klimaschutz sind kein Selbstzweck. Sie haben erheblichen Einfluss auf alle Bereiche des Lebens - seien es künftige Standards beim Alt- und Neubau, das Mikroklima in Städten, der Tourismus, die Niederschlagsmengen und -häufigkeiten, die regionale Wertschöpfung, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen oder die künftige Mobilität.

Die Auswirkungen der Klimaveränderungen sind schon jetzt deutlich spürbar: Hitzewellen, Überschwemmungen und Extremwetterereignisse nehmen in Ausmaß und Häufigkeit zu. Systematischer Klimaschutz und Energiewende sind also ein elementarer Baustein für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung der Region.

 

Den Auftakt für die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes machte eine Klimakonferenz mit über 130 Teilnehmenden. In verschiedenen Workshops gaben ausgewiesene Fachleute, VertreterInnen aus Politik, Vereinen und Verbänden und zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger konkrete Impulse für Klimaschutzmaßnahmen im Kreis. Gleichzeitig ging es darum, künftige Schwerpunkte für den Klimaschutz im Kreis Unna auszuloten und darauf aufbauend klimapolitische Leitlinien für den Kreis zu entwickeln. Folgende Themen stehen im Mittelpunkt:

  • Mobilität und Klimaschutz
  • Zukunftsfähige Gebäude: Alt- und Neubau
  • Klimagerechter Einkauf
  • Wirtschaft und Energiewende: effizient und erneuerbar.

In einem ersten Schritt hat der Kreis Unna langfristige klimapolitische Leitlinien (PDF) für den Kreis beschlossen, die nun in ein Klimaschutzkonzept münden.

Für das Klimaschutzkonzept werden alle klimarelevanten Bereiche untersucht. So wird festgestellt, wo Energie gespart und der CO2-Ausstoß gesenkt werden kann. Das Ergebnis ist ein Katalog an Maßnahmen, die im Dialog mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden und weiteren Akteuren erarbeitet werden. Auch die Impulse der Klimakonferenz finden Eingang in das Konzept. Darüber hinaus werden langfristige Pläne zum Umsetzen der Klimaschutzmaßnahmen erstellt.

Projekttitel: „KSI: Erstellung eines integrierten Klimaanpassungs- und Klimaschutz-Konzeptes für das Kreisgebiet Unna für die kreiseigenen Zuständigkeiten – Erstvorhaben“ 

Laufzeit: 01.08.2020 – 31.07.2022

Förderkennzeichen: 03K13913

 

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weiterführende Informationen über die Nationale Klimaschutzinitiative sind auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit unter www.klimaschutz.de und auf der Seite des Projektträgers Jülich abrufbar.

Bisherige Klimaschutz-Projekte

Seit Jahrzehnten verfolgt der Kreis Unna das Ziel, unser Klima zu schützen. Dabei wurden zusammen mit den Bürgern viele Initiativen entwickelt. Zum Beispiel der Zukunftsdialog LebensWerte oder die Aufstellung einer kreisweiten CO2-Bilanz. Hier gibt es eine Übersicht über die angeschobenen Projekte:

Seit 1998 unterstützt der Kreis Unna Schulen bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzideen. Das Ziel: Bei den Schülern soll die Verknüpfung von ökologischen und sozialen Themen, sowie die Verknüpfung des lokalen Handelns mit globalem Denken verstärkt werden.

Aktuell läuft in NRW wieder die neue Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ für den Projektzeitraum 2016 bis 2020. Die Projektkoordination hat die Waldschule Cappenberg übernommen.

Wer sein Haus mit Öl oder Gas heizt, verbraucht CO2. Ist das Haus gut gedämmt, wird weniger von dem klimaschädlichen Gas freigesetzt. Wie gut das Haus gedämmt ist, verrät die Thermografie, die vor jeder Sanierungsmaßnahme aufzeigen kann, in wo und in welchem Maß Einsparpotentiale schlummern.  Dadurch können Hausbesitzer nicht nur CO2 einsparen, sondern auch bares Geld durch eingesparte Heizkosten.

Die Energieberater im Kreis beraten Sie bei der Durchführung von Thermografieaktionen.

Für die Energetische Altbausanierung gilt: Es gibt kein Patentrezept im Sinne von festen Regeln, sondern nur individuelle Lösungen. Häuser sind eben keine Massenprodukte, im Gegenteil ist jeder Bau letztlich ein Unikat. Daher ist in jedem Fall zu beachten: Erst beraten lassen, dann sanieren.

Nur eine umfassende Betrachtung garantiert, dass energetische Teilerfolge nicht durch Nachlässigkeiten in anderen Bereichen, z.B. das Problem möglicher Schimmelbildung durch bauphysikalische Schwachstellen (Wärmebrücken) oder nicht ausreichenden Luftwechsel und fehlende Feuchteabfuhr, erkauft werden. Ein guter Energieberater kann aus der Vielzahl von machbaren Sanierungsmaßnahmen ein sinnvolles Maßnahmenpaket schnüren.

Diverse Beratungsprogramme sind auf unterschiedliche Ansprüche zugeschnitten und werden teilweise auch gefördert. Sobald die Entscheidung für eine Sanierung fällt, stellt sich die Frage welche Förderung für die Finanzierung genutzt werden kann.

Mit der Klimaschutzflagge zeichnet die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 seit Ende 2009 innovative Projekte für den Klimaschutz aus. Nachdem die Kampagne auf Landesebene zunächst ausgelaufen ist, hat sich der Kreis Unna zur Weiterführung auf Kreisebene entschlossen.

Seit Sommer 2017 steht für das gesamte Ruhrgebiet ein neues Solardachkataster zur Verfügung. Es entstand in enger Abstimmung mit den im Regionalverband Ruhr (RVR) zusammengeschlossenen Städten und Kreisen und löst die vielen regionalen Kataster ab. Das neue Kataster bietet neben der Aktualisierung und Neubewertung der Dachflächen auch eine Planungshilfe und einen überschlägigen Kosten-/ und Ertragsrechner an.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat gemeinsam mit der Emschergenossenschaft ein Gründachkataster für die Metropole Ruhr und damit auch den Kreis Unna erstellen lassen. Die Einfärbung der Dachflächen zeigt an, wie sehr sich ein Haus für ein Gründach eignet. Über eine Detailanalyse können auch die eingesparte Abwassermenge, die CO2-Absorption und der gehaltene Feinstaub pro Jahr geschätzt werden.

Lokale Agenda 21

Klimaschutz heißt beim Kreis auch Lokale Agenda 21. Zurück geht der Begriff auf eine Konferenz aus dem Jahr 1992, auf der Handlungsbedarfe und Lösungsansätze für das 21. Jahrhundert aufgezeigt wurden. Auch vor Ort, also Lokal, sollten Handlungsprogramme erarbeitet werden.  Die Idee von damals mündet in den Klimaschutzaktivitäten von heute.

Klimakonferenzen

Bürger im Kreis Unna sollen bei Ideen rund um den Klimaschutz mitreden können. Auf Klimakonferenzen gibt es die Gelegenheit dazu.

Die vierte Klimakonferenz im Kreis Unna fand am 15. Februar 2020 im Kreishaus Unna statt.

Am 3. März 2012 lud der Kreis Unna im Ratssaal der Kreisstadt Unna zur dritten Klimakonferenz ein. Geladen waren auch namhafte Unternehmen, die ihrerseits vorstellten, auf welchem Weg sie sich in Sachen Klimaschutz befinden. Gesprochen haben die Teilnehmer auch über regenerative Energien und Ideen, wie jeder etwas für mehr Klimaschutz tun kann.

 

Das Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Werne war Schauplatz der zweiten Klimakonferenz am 23. September 2010. Thema: Wie können wir mehr CO2 einsparen? Vor allem die Unternehmen der Region und die Kreisverwaltung stellten sich die Frage und diskutierten Lösungsvorschläge wie Dachbegrünung oder die Mobilität der Zukunft. Auch die Folgen des Klimawandels nahmen die Teilnehmer in den Blick.

Grundlagen schaffen. Auch darum ging es bei der ersten Klimakonferenz im Kreis Unna am 2. April 2009 in Schwerte. Denn seit vielen Jahren schon stand damals der Umweltschutz beim Kreis ganz oben auf der Agenda. Ein Baustein des Kreis-Programms ist die Klimakonferenz, auf der auch eine erste CO2-Bilanz vorgestellt wurde – und die war alarmierend.


Formulare & mehr

Kurzlink
https://www2.kreis-unna.de/x/oA-8d7ae7

Auskunft

Dorothee Albrecht
Klimaschutzmanagerin
Tel.: 02303/27-3669
dorothee.albrecht@kreis-unna.de